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Dialog mit Christian Leson (FDP) zum Thema: Wie geht es weiter mit der Weiterbildung?

Frage:

Die FDP spricht in ihrem Parteiprogramm vom Bildungssparen. Was kann man darunter verstehen?

Christian Leson (FDP)

Wir Freie Demokraten fordern staatliche Unterstützung beim Bildungssparen für ein lebenslanges Lernen. Damit jeder seinen Talenten folgen und seine Träume verwirklichen kann, wollen wir jedem Bürger ein Leben lang die Chance zum Aufstieg geben. Bildung ist der Schlüssel zum Aufstieg, aber die gibt es kaum zum Nulltarif. Daher setzen wir uns für ein Bildungssparen ein: das heißt für jeden Euro, der für Bildung zur Seite gelegt wird, gibt es einen staatlichen Zuschuss. So können Eltern den Bildungsweg ihrer Kinder von klein auf absichern.
Es geht hier also eher um eine klassische Ausbildung nach der Schule. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die angesparte Summe auch für spätere Bildungsangebote nutzbar sein würde.

Frage:

Sie stehen für individuelle Lebens- und Arbeitskonzepte. Die VHS versteht sich als Partner und Unterstützer der Menschen, ihren Weg zu finden, sich zu organisieren und zu orientieren. Haben Sie für uns eine Idee, was wir konkret außerdem tun können? Was glauben Sie, würde den Menschen noch helfen?

Christian Leson (FDP)

Also ich glaube, das macht die VHS schon ziemlich gut, indem sie immer evaluiert welches Angebot ankommt. Das sehe ich zumindest in unserem Ausschuss immer. Die VHS kann immer berichten, welche Kurse ausgefallen sind und welche nicht mehr ankommen, weil sich die Menschen und Zeiten verändert haben. Sie sind eigentlich selbstständig auf ihrem Weg. Wichtig ist, dass die VHS die Entscheidungen auch selbstständig treffen kann, dass ihr eben nicht vorgegeben wird welche Kurse z.B. eingeführt werden müssen. Sie muss ein eigenständiges Programm entwickeln können, und damit den Menschen ermöglichen, sich individuell in verschiedenen Bereichen zu bilden. Das muss gar nicht immer arbeitsbezogen sein, obwohl meiner Meinung nach der Trend dahin geht. Zu Vielem kann man sich inzwischen z.B. über Google, YouTube sehr gut individuell weiterbilden. Ich habe eine Frau gesehen, die Einladungskarten macht, und dafür keinen Kurs braucht, weil etwa 10.000 Videos online stehen. Bei so einem Konkurrenzkampf mit YouTube muss man eben auch überlegen, ob das Angebot der Volkshochschulen weiterhin tragfähig und konkurrenzfähig ist. Ich will, dass diese Institution langfristig überlebt. Man muss sich das aber genau angucken. Das ist jetzt nicht kritisch gegen sie zu sehen. Und das Konzept der VHS sollte man so belassen.

Frage:

Stellen Sie sich vor, Sie sind Kursleiter in der VHS. Was würden Sie uns anbieten?

Christian Leson (FDP)

Ich würde das anbieten, was ich gut kann und gut verstehe. Ich würde tatsächlich EDV-Kurse, auch Spezialkurse, anbieten – und zwar durchaus als hochpreisige Kurse. Denn ich glaube, dass sich die Leute dafür interessieren und, dass sich inzwischen der Gedanke „Was nichts kostet, ist auch nichts wert“ verbreitet hat. Ich kann mir auch vorstellen, dass die praktische Bildung – das macht ja auch Sinn bei uns – nicht zu kurz kommt. Die Debattenkultur hat in den letzten Jahren stark nachgelassen und gerade im Internet ist die Wortwahl nicht zeitgemäß und teilweise nicht mehr menschlich. Deshalb ist es sinnvoll, dass politische Diskussionen stattfinden, sozusagen in einem geschützten Raum.


Wir danken Herrn Leson für das Gespräch.

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