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Dialog mit Carsten Löcker (SPD) zum Thema: Wie geht es weiter mit der Weiterbildung?

Frage:

Die SPD will die Erhöhung der Landesförderung beibehalten und sie künftig an die allgemeine Gehaltsentwicklung anpassen. Die Volkshochschulen würden damit mehr Geld bekommen. Inwiefern sollen damit die Teilnehmergebühren gesenkt werden?

Carsten Löcker (SPD)

Was mir beim Studieren der VHS-Broschüren zuerst auffällt, ist die Vielfältigkeit des Angebotes. Auf der einen Seite stellt sich die Frage, ob das Geld, mit dem der Staat Weiterbildung finanziert, gut angelegt ist. Oder haben wir es auf der anderen Seite auch mit Angeboten zu tun, bei denen es durchaus gerechtfertigt wäre, eine höhere Kursgebühr zu nehmen. Es geht auch um die Frage nach dem Anspruch, dem ein Kurs gerecht werden soll. Meine Ansage ist ganz klar: Wir brauchen eine auskömmliche Finanzierung als wichtige Säule der Weiterbildung. Es gibt in der Weiterbildung zahlreiche Bedarfe. Aus meiner Sicht muss man sich genau angucken, für welche Angebote man mehr Geld geben sollte, und ob jeder anderer Kurs auch gerechtfertigt ist, wenn das Geld knapp ist. Das ist für mich eine kommunale Aufgabe. Die Kommunen müssen selber darauf achten, an welcher Stelle das Geld ausgegeben wird, sachgerecht und gut begründet. Dann kann man am Ende einen guten Mittelweg finden. Aber dieser Weg ist immer individuell, weil auch die Strukturen und Situationen in den einzelnen Städten ganz unterschiedlich sind.

Frage:

Die SPD will die Weiterbildung auf das digitale Zeitalter einstellen, die Digitalisierung der Weiterbildung mit digitalen Infrastrukturen auf dem Weg bringen. Wie sehen Sie das?

Carsten Löcker (SPD)

Das Smartphone hat dazu beigetragen, dass über den Ausbau digitaler Infrastrukturen in der Öffentlichkeit intensiver diskutiert wird. Denn was hilft das Smartphone, wenn die Datenautobahnen nicht so funktionieren, wie man es sich wünscht, oder wie auch  Unternehmen es sich wünschen, um entsprechende Aktivitäten entfalten zu können. Daher steht für mich an erster Stelle, die Datenautobahn auszubauen, und zwar nicht nur im verdichteten, sondern auch im ländlichen Raum. Bund und Land haben bereits Einiges auf den Weg gebracht. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass der Ausbau schneller vorangeht und insbesondere unterversorgte Bereiche erschlossen werden. Der Ausbau der Datenautobahn hat – nicht zuletzt - auch direkte Konsequenzen für die Arbeitsplätze und die Entwicklung der Unternehmen. Daher befürworte ich nachdrücklich, dass die Digitalisierung und der Ausbau der Datenautobahnen schnell vorangetrieben werden und man dort, wo es schwierig ist, auch mehr Geld in die Hand nimmt.

Frage:

Stellen Sie sich vor, Sie sind Kursleiter in der VHS. Was würden Sie uns anbieten?

Carsten Löcker (SPD)

Als gelernter Koch würde ich natürlich kochen. Mit Blick auf das neu eingeführte Gastro-Kontrollbarometer würde ich auch meine politischen Erfahrungen einbringen und gern eine spannende Diskussion darüber führen, wie wichtig Lebensmittelkunde und das Lernen insgesamt sind. Von daher wäre dies ein klassisches VHS-Thema, bei dem den Menschen derart sperrige Fragen nähergebracht werden.


Wir danken Herrn Löcker für das Gespräch.

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Oktober 2017