„Klimawandel ist zentrale Schicksalsfrage“

Professor Dr. Frithjof Küpper spricht in der insel-VHS vor 120 Gästen


Zum Auftakt der VHS-Veranstaltungsreihe „Marler Klima-Perspektiven“ hat Bürgermeister Werner Arndt am Freitag (7.2.) den Klimaforscher Professor Dr. Frithjof Küpper begrüßt. Seinen Vortrag „Weltweiter Klimawandel – und Denkanstöße für lokales Handeln in Marl“ verfolgten rund 120 interessierte Gäste in der insel-Hauptstelle an der Wiesenstraße.

Seit 2012 leitet Professor Dr. Frithjof Küpper den Lehrstuhl für Marine Biodiversität der University of Aberdeen (Schottland). Der weltweit anerkannte Meeresbiologe und Klimaforscher aus Marl-Drewer verfolgte schon als Schüler am Geschwister-Scholl-Gymnasium sein Interesse an den Naturwissenschaften, gewann bei „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“. Nach dem Abitur studierte er Biologie in Konstanz, Roscoff und Paris (Promotion 2001). Anschließend forschte und lehrte er an der University of California in Santa Barbara und für die Scottish Association for Marine Science in Oban.

„Seit Beginn der Industrialisierung steigt der CO²-Gehalt erheblich an und ist heute höher denn je“, erklärte Professor Dr. Frithjof Küpper. „Das liegt vor allem an der Nutzung fossiler Brennstoffe und an Änderungen der Landnutzung durch Abholzung und Trockenlegen von Mooren“. Daraus würden sich die messbare Klimaerwärmung und die gefährliche Ozeanversauerung ergeben. Diese Effekte konnte Professor Küpper bei seinen Forschungsreisen wissenschaftlich belegen. Besonders in der Arktis sei der Klimawandel „sehr real“ und verlaufe schneller als anderswo auf der Welt. „Der Klimawandel ist die zentrale Schicksalsfrage für das Fortbestehen unserer Zivilisation“, so Professor Küpper.

Folgen des Klimawandels sind nach Auffassung des Meeresbiologen unter anderem zunehmende Wetterextreme und der Anstieg des Meeresspiegels. „Noch können wir wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen“, machte Professor Küpper seinen Zuhörern Hoffnung. Da die Produktion von Elektrizität etwa 42 Prozent der globalen CO²-Emissionen verursache, fordert der Klimaforscher die Energiewende. „Der Kohleausstieg muss weltweit in den nächsten zehn Jahren gelingen“, so Professor Küpper. Darüber hinaus müsse der Viehbestand reduziert und weniger Fleisch konsumiert werden, auch eine massive Aufforstung sei zwingend notwendig.

Voller Lob war der Meeresbiologe über das Marler Klimaschutzkonzept. „Es ist detailliert, überzeugend und vorbildlich“, so Professor Küpper. Insbesondere begrüßt er die geplante Fortschreibung mit Bürgerbeteiligung. Für Bürgermeister Werner Arndt konnte der Startschuss für die neue Veranstaltungsreihe nicht besser laufen. „Wir wollen den Klimaschutz in Marl weiterer vorantreiben“, so Arndt. „Der Klimawandel erfordert von uns allen eine neue Kultur der Achtsamkeit“.

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