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Kursnummer: 20B1008

Info: Nach Joseph Goebbels konnte eine gute Regierung ohne Propaganda, (…) ebenso wenig bestehen wie eine gute Propaganda ohne eine gute Regierung. Beide müssen sich einander ergänzen. Für Goebbels war der Film das modernste Beeinflussungsmittel.

Regisseur Hans Steinhoff inszenierte 1941 den antibritischen Propagandafilm OHM KRÜGER. 5,4 Millionen Reichsmark investierten die Nationalsozialisten in die Produktion. Damit ist OHM KRÜGER der zweitteuerste Film in der Propagandapolitik des Dritten Reiches. Nur die Produktion von KOLBERG war noch teurer.
Eingebettet in eine Rahmenhandlung erzählt der Film vom Krieg der Buren gegen die Engländer (1899-1902). Emil Jannings als alter und erblindeter Paul (Ohm) Krüger als Präsident der Buren erzählt in einer Züricher Klinik einer Krankenschwester seine Lebensgeschichte. Nachdem in Transvaal große Goldvorkommen entdeckt werden, weckt dies Begehrlichkeiten auf britischer Seite. Es kommt zum Krieg. Zu Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen muss das britische Empire noch einige Rückschläge hinnehmen, doch dann schlagen die Briten skrupellos und brutal zurück.

Die nationalsozialistische Propaganda versuchte mit dem Film die gegenwärtige Kriegssituation mit England zu legitimieren. Konzentrationslager stellt der Film als Erfindung der Briten dar, was historisch falsch ist. Das Hochleben des Führerprinzips und die Opferbereitschaft des Einzelnen stellt der Film als überlebenswichtig dar.

Von 1933 bis 1945 produzierten das NS-Regime 1200 Spielfilme. Einige davon dürfen auch heute noch nur mit historischer Einordnung, begleitendem Vortrag und Diskussion aufgeführt werden. OHM KRÜGER wurde 1945 von den Alliierten als Verbotsfilm klassifiziert. Sein Inhalt ist kriegsverherrlichend, rassistisch und volksverhetzend.

entgeltfrei

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Datum Zeit Straße Ort
01.12.2020 18:30 - 21:00 Uhr   die insel Hauptstelle; EG; Raum P1

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