Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, liebe Dozentinnen und Dozenten,

pünktlich zum Beginn der Sommerferien präsentieren wir Ihnen das neue VHS-Programm für das kommende Herbstsemester 2022. 

Unsere Angebote, für die sich ab sofort unter www.vhs-marl.de oder unter 02365 50356699 anmelden können, finden Sie online. Die Print-Ausgabe erscheint Anfang August.

Zum Start ins neue Semester erhalten Sie auf unserer Web-Seite Informationen über die in unserem Haus geltenden Hygieneregelungen nach der gültigen Coronaschutzverordnung.

Wir freuen uns, Sie bei unseren zahlreichen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

 

Ihr Team der insel VHS Marl

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Kursnummer: 22B1006

Info: Nach Joseph Goebbels konnte eine gute Regierung ohne Propaganda, (…) ebenso wenig bestehen wie eine gute Propaganda ohne eine gute Regierung. Beide müssen sich einander ergänzen. Für Goebbels war der Film das modernste Beeinflussungsmittel.

Ich klage an ist ein deutscher Spielfilm von Wolfgang Liebeneiner, uraufgeführt am 29. August 1941 im Berliner Capitol.
Der Film zählt aufgrund seiner unverhohlenen Werbung für den vom nationalsozialistischen Staat begangenen Massenmord an kranken Menschen zur Gruppe der Vorbehaltsfilme.
Ich klage an wirbt für das „Euthanasieprogramm“ des nationalsozialistischen Staats. Nach der Lesart des Filmes ist es erlaubt und sinnvoll, das Leben behinderter und/oder kranker Menschen zu beenden. Der Film legt dabei geschickt den Schwerpunkt seiner Handlung auf die Tötung auf Verlangen. Weder kommt im gesamten Film der Begriff „Euthanasie“ noch „lebensunwertes Leben“ zur Sprache. Der Film Ich klage an ist nicht als offensichtliches Propagandamittel erkennbar.
Die Zensur gab den Film im August 1941 frei, versehen mit der Bemerkung „für Jugendliche verboten“, allerdings mit dem Prädikat „künstlerisch besonders wertvoll“.

Kurzinhalt:
Eine junge Frau erkrankt an Multipler Sklerose. Ihr Mann, ein namhafter Arzt, forscht im Labor fieberhaft nach einem Mittel gegen die unheilbare Krankheit.
Als die Krankheit ihr Leben immer mehr beeinträchtigt, bittet sie ihren Hausarzt um den Tod. Als dieser ihr Ansinnen ablehnt, bemüht sie sich ihren Ehemann dazu zu bringen, sie zu erlösen. Schließlich kommt er ihrem Wunsch nach und vergiftet sie. Er handelt sich damit eine Anklage wegen Mord ein, und ihm wird der Prozess gemacht.

Von den Alliierten wurde der Film 1945 als Verbotsfilm klassifiziert. Seit 1966 befinden sich die ehemaligen Verbotsfilme im Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und werden unter Vorbehalt in öffentlichen Aufführungen zugänglich gemacht. Darunter fallen die Propagandafilme aus der Zeit des Nationalsozialismus, deren Inhalt kriegsverherrlichend, rassistisch, antisemitisch und/oder volksverhetzend ist und deshalb auf Beschluss des Stiftungs-Kuratoriums nicht für den allgemeinen Vertrieb freigegeben werden. Im Rahmen der politischen Bildungsarbeit der insel VHS zeigen wir diesen Film mit einführendem Referat und anschließender Diskussion.

entgeltfrei

Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.

Datum Zeit Straße Ort
10.11.2022 18:30 - 21:00 Uhr   die insel Hauptstelle; EG; Raum P2

Adresse
VHS Marl die insel
Wiesenstraße 22
45770 Marl
Kontakt
Telefon: 503566-99
Telefax: 503566-33

inselVHS@marl.de  
Öffnungszeiten
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Mi        8:00 - 12:30
Do        8:00 - 18:00
Fr        8:00 - 12:30

 

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