Stadtwerdung 1936 Vom Dorf zur Stadt - Marl 1936
Mitte der 1930er Jahre war schon ganz schön
was los in Marl: Zwei große Zechen brauchten
viele Arbeiter, in deren Nachbarschaft wuchsen
Geschäftsstraßen und es gab einen Plan, wie aus
dem Dorf, aus Hüls und aus Brassert eine gut
strukturierte Gemeinde werden könnte. Ein Dutzend
Zechen sollten einmal das Rückgrat von
Marl werden. Marl war also wichtig. Und das sollte
auch gegenüber den konkurrierenden Nachbarorten
gezeigt werden. Marl wollte „Stadt“ werden.
Ob das der unbedingte Wille der breiten Bevölkerung
war, sei dahingestellt. Es war eine Sache des
Prestiges.
Die Geschichtswerkstatt (eine Arbeitsgemeinschaft
der insel-VHS und des Heimatvereins) ist
der Frage nachgegangen, wie es damals, im Jahr
der Stadtwerdung 1936, in Marl ausgesehen hat.
Warum es den Drang gab, „Stadt“ zu heißen, wie
das begründet und wie es gefeiert wurde. Außerdem
wurde ein Stadtwappen gebraucht, ein Goldenes
Buch aufgelegt und ein Ehrenbürgerrecht
verliehen. Die politischen Machtverhältnisse hatten
sich geändert: Es galt auch in Marl das Führerprinzip,
für Demokratie war kein Platz mehr.
Die Mitglieder der Geschichtswerkstatt geben
einen Einblick in ihre Rechercheergebnisse mit
Geschichten, Analysen und Fotos aus dem damaligen
Marl. Sie haben geforscht zu Sport und
Kultur, zu Heimatmuseum, Windmühle und zur
Flaigenkärmis, zu den Zechen, der Freizeitanlage
Loemühle und zur Zuchthausstrafe für Rudolf
Heiland 1936 und vielen anderen Themen. So wie
das damals aussah, als Marl „Stadt“ wurde.
Status: Anmeldung möglich
Kursnr.: 26B1009
Beginn: Mo., 14.09.2026, 18:30 - 20:00 Uhr
Kursort: die insel Hauptstelle; EG; Raum P1
Gebühr: entgeltfrei
Wiesenstraße 22
45770 Marl
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Datum:
14.09.2026
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Uhrzeit:
18:30 - 20:00 Uhr
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Wo:
Wiesenstraße 22,
die insel Hauptstelle; EG; Raum P1
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