Atomwaffenverbotsvertrag
In diesem Jahr sollen US-Mittelstrecken-Flugkörper in Deutschland aufgestellt werden, haben die US- und Bundesregierung 2024 vereinbart. Aber schon 2021 hatte die US-Army angekündigt, eine der fünf für weltweite Einsätze vorgesehenen „Multi Domain Task Forces“ in Deutschland aufzustellen. Die Flugkörper (500 bis 2800 km Reichweite) sollen keine Nuklearsprengköpfe tragen, können aber Ziele weit im europäischen Teil Russlands erreichen, auch strategische Nuklearwaffen und Führungszentren. Ob Deutschland bei Angriffen eine Mitsprache haben wird, ist unklar. Anfliegenden Marschflugkörpern und Hyperschallraketen kann man nicht ansehen, ob sie Nuklearwaffen tragen. Russland wird alles tun, um seine Abschreckung aufrechtzuerhalten. Die Nervosität wird steigen; Fehlalarme und Überreaktionen sind auf beiden Seiten zu befürchten.
Dr. Jürgen Altmann erklärt die neuen Mittelstreckenwaffen, die nächstes Jahr nur in Deutschland stationiert werden sollen. Er erklärt auch die Besonderheiten dieser z.T. neuartigen Waffen und deren Bedeutung für uns.
Jürgen Altmann (PD Dr., im Ruhestand) ist Physiker und Friedensforscher an der Technischen Universität Dortmund. Seit 1985 bearbeitet er wissenschaftlich-technische Probleme der Abrüstung. Hauptfragen sind: Welche Folgen für den Frieden würden neue Waffenarten bringen? Wie könnte man sie im Vorfeld verbieten oder begrenzen? Größere Studien befassten sich mit Laserwaffen, Raketenabwehr, Nanotechnik sowie unbemannten und autonomen Waffensystemen. In der Lehre behandelt er Atom- und andere Waffen, Begrenzungsverträge sowie die Überprüfung, ob sie eingehalten werden.
Status: Anmeldung möglich
Kursnr.: 26A1011
Beginn: Mi., 22.04.2026, 18:30 - 20:00 Uhr
Kursort: die insel Hauptstelle; EG; Raum P1
Gebühr: entgeltfrei
Wiesenstraße 22
45770 Marl
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Datum:
22.04.2026
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Uhrzeit:
18:30 - 20:00 Uhr
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Wo:
Wiesenstraße 22,
die insel Hauptstelle; EG; Raum P1
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